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Bis ins hohe Alter gesund zu bleiben ist nicht immer Veranlagung, sondern hat vor allem mit einem gesunden Leben zu tun. Wer etwas für sich tut, kann aktiv Krankheiten vorbeugen.
Wer nicht raucht, regelmäßig genügend Bewegung hat und sich gesund ernährt, dem wird es das Herz-Kreislauf-System danken.


Dass Rauchen ungesund ist, wissen die meisten, viele ignorieren die Folgen des Zigarettenkonsums aber dennoch. Schon eine Zigarette führt zu einer Gefäßverengung und somit zu einer Erhöhung des Blutdrucks. Zigaretten verursachen nicht nur die typische „Teer-Lunge“, auch in den Blutgefäßen kommt es zu Ablagerungen. Die Folge: Peripheres Gewebe wird zunehmend weniger durchblutet, Wunden heilen schlechter, „Raucherbeine“ entstehen. Bei erheblichen Durchblutungsstörungen ist am Ende eine Amputation des betroffenen Körperteils unumgänglich.
Wer sich etwas Gutes tun möchte, bewegt sich. Schon ein strammer Spaziergang von 30 Minuten täglich kann die Gesundheit fördern. Bewegung fördert die Durchblutung und kräftigt die Muskulatur. Für stark Übergewichtige bieten sich Gelenk schonende Sportarten wie Schwimmen oder EMS (Elektro-Myo-Stimulation) an. Wer sich regelmäßig ausreichend bewegt, senkt seinen Blutdruck, beschleunigt den Stoffwechsel und baut darüber hinaus Stresshormone ab. Die Gefäße werden vor Fett- und Kalkablagerungen geschützt und das Infarktrisiko deutlich gesenkt.
Und auch über die Ernährung kann das Herz-Kreislauf-System aktiv unterstützt werden. Wichtig sind hier vor allem frische Lebensmittel, viel Obst und Gemüse und die richtigen Fette. Die „richtigen“ Fette finden sich vor allem in der „Mittelmeerkost“: Olivenöl, fetter Seefisch (z.B. Lachs) oder Avocado sind Lebensmittel, die die Gesundheit fördern. Neben vielen anderen positiven Eigenschaften verdünnt Knoblauch das Blut und beugt so Infarkten vor. Bohnen, Erbsen und Linsen liefern nicht nur Folsäure, Eisen, Ballaststoffe und mehr Eiweiß als andere pflanzliche Lebensmittel, sie helfen auch, den Blutzucker stabil zu halten und die Arterien weit zu stellen, wodurch der Blutdruck gesenkt wird. Wer anstatt zu Weißmehl- zu Vollkornprodukten greift, hält seinen Blutzuckerspiegel konstant und beugt Heißhungerattacken vor. Auf Fertigprodukte sollte verzichtet werden, da diese meist ungesunde Zusatzstoffe enthalten. Diese Zusatzstoffe sorgen dafür, dass der Blutdruck steigt und auch mehr gegessen wird als eigentlich nötig. Ebenfalls verzichtet werden sollte auf größere Mengen Alkohol und zuckerhaltige Fruchtsäfte oder Brausen. Vorsicht auch bei Brausen, die ohne Zucker sind. Diese enthalten oftmals Zuckeraustauschstoffe, die im Verdacht stehen, Krebs zu verursachen. Zudem stiftet der süße Geschmack ohne den Energielieferanten Zucker im Körper Verwirrung: Süßes bedeutet für unseren Organismus, dass Zucker in die Zellen geschleust werden kann. Bei süßem Geschmack ohne Zucker fehlt diese „Energie-Einschleusung“ in die Zellen, der Körper reagiert mit Hunger. In der Schweinemast wird daher vermehrt der gleiche Stoff (Aspartam) eingesetzt wie in „Light“-Getränken in unseren Supermärkten. Die für die Gesundheit geeignet-
sten Getränke sind daher Wasser, Fruchtsaftschorlen oder Tee.
Zu einem gesunden Leben gehört auch die Entspannung. Stress führt zu Bluthochdruck und kann mit ein Auslöser für einen Infarkt sein. Kleine Auszeiten im hektischen Alltag sind daher durchaus sinnvoll. Ein kurzer Spaziergang, ein wohltuendes Bad, ein gutes Buch – erlaubt ist, was gefällt. Wer noch gezielter vorgehen möchte, sucht sich die Auszeiten in speziellen Trainingsmethoden. Hier eignen sich Yoga, Achtsamkeitsübungen oder autogenes Training. Beherrscht man eine dieser Methoden, kann so der Vagusnerv stimuliert werden. Dieser sorgt dafür, dass Blutdruck und Herzfrequenz sinken.

Tipp:
Gehen Sie regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen! Informieren Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, welche Untersuchungen sie ab welchem Alter übernimmt. Allgemein gilt: Alle zwei Jahre ab dem 35. Lebensjahr sollte eine gründliche Untersuchung erfolgen, um eine eventuelle Früherkennung von Herz-, Kreislauf- und Nierenerkrankung sowie dem Diabetes mellitus ermöglichen zu können.


Claudia Glüsing, M.A. Neuere Deutsche Literatur- und Medienwissenschaft, Journalistin & PTA