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„Tod durch Vitamine“ das war der reißerische Aufmacher der Münchner Abendzeitung zu einem Thema, das viele Menschen regelmäßig beschäftigt.

Zitiert wurde eine groß angelegte Studie der University of Minnesota in Minneapolis (2011). Dort wurden innerhalb von 20 Jahren knapp 40.000 Seniorinnen zu ihren Ernährungsgewohnheiten befragt. Ob Multivitaminpräparate oder nur einzelne Vitamine, Eisen, Magnesium, Zink oder Kupfer eingenommen wurden, die Ergebnisse waren immer ungünstig in Bezug auf die Lebenserwartung, verglichen mit Altersgenossinen, die auf solche Nahrungsergänzungsmittel verzichteten.
Bereits 2007/2008 hatten Wissenschaftler der Universität Kopenhagen auf die Risiken einzelner Ergänzungsmittel hingewiesen und ebenfalls eine erhöhte Sterblichkeit der Konsumenten vermutet.
Die Ernährungswissenschaftlerin Silke Restemeyer von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung hat dazu eine eindeutige Stellungnahme: „Nach dem Gießkannenprinzip eingenommen bestehe die Gefahr einer Überdosierung, bei einer ausgewogenen Ernährung sind diese Präparate nicht erforderlich. Auch dem, der sich einseitig ernährt, helfen sie nichts, weil dem ja nicht nur Vitamine, sondern auch andere Nährstoffe fehlen.“
Fazit: die positiven Eigenschaften von Obst und Gemüse lassen sich nicht durch Pillen ergänzen oder ersetzen!